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Mittwoch, 21. November 2018

Der Erste Weltkrieg in Farbe - Ein Bild von Johann Heinrich Zehnbauer in der Uniform des Ersatzbataillons Fußartillerie No. 3, Mainz

Ein weiterer Versuch, die alten Bilder in das Hier und Jetzt zu holen. Der Aufwand ist immens und automatische Prozesse haben sich nicht bewährt. Der Vorteil dieser mühseligen Kleinarbeit ist die Tatsache, dass man sich die Bilder noch mehr anschaut, noch mehr auf Details achtet und sich der Materie der Uniformen und Dienstgrade verstärkt widmen muss.

Der Gefreite Johann Heinrich Zehnbauer ist zu erkennen an der dünnen Schnur am Kragen seines Drillichs. Die zwei anderen Herren, die leider unbekannt sind, haben diese Schnur nicht, sind somit einfache Soldaten.

Die Kopfbedeckung leuchten noch in blau, dies änderte sich erst im Jahre 1910, als umfassend auf Feldgrau als Standardfarbe umgerüstet wurde. Die Kokarden zeigen die Reichskokarde (oben) und die preußische Kokarde (unten).

Verschieben Sie den grünen "Schieber" nach links oder rechts, um den Unterschied zu sehen.


© Frank-Egon Stoll-Berberich, 2018, Alle Rechte vorbehalten.

Sonntag, 18. November 2018

Der Erste Weltkrieg in Farbe - Ein Versuch anhand eines Bildes von Johann Heinrich Zehnbauer in der Uniform des Train Ersatzbataillons 18

Nachdem anlässlich der 100jährigen Gedächtnisfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs der Film "They Shall Not Grow Old" in englischen Kinos lief, der historisches Filmmaterial in noch nie dagewesener Weise in nachkolorierter Version zeigte, sollen nun sukzessive etliche Bilder dieses Blogs auch nachkoloriert erscheinen. Auch wenn die Mittel dafür im Vergleich zur professionellen Vorgehensweise eher bescheiden sind, vermittelten die Bilder doch einen ganz anderen Eindruck als die Originale. Es sollen vor allem Bilder nachkoloriert werden, die Uniformen zeigen.

Johann Heinrich Zehnbauer trägt die Uniform des Großherzoglich Hessischen Train Bataillons 18, welche gemäß des Jahres 1905 noch in voller Farbenpracht strahlt.

Der Waffenrock erscheint in einem dunklen Blau, mit hellblauem Kragen, hellblauen Vorstößen und Ärmelaufschlägen. Dazu das passende "Krätzchen" aus dunklem Wollstoff für das Huttuch (wie der Waffenrock) und mit hellblauem Besatzstreifen. Die obere Kokarde in den Reichsfarben "schwarz-weiß-rot", die untere in weiß-rot für das Großherzogtum Hessen.

Verschieben Sie den grünen "Schieber" nach links oder rechts, um den Unterschied zu sehen.


© Frank-Egon Stoll-Berberich, 2018, Alle Rechte vorbehalten.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Nach 112 Jahren zurück in die Wahner Heide - Ein Bensheimer Soldat in der Ausstellung "200 Jahre Militär in der Wahner Heide"

Begrüßt werden die Besucher der Ausstellung in der Remise der Burg Wissem zum Thema "200 Jahre Militär in der Wahner Heide" von einem nahezu lebensgroßen Bild des Bensheimer Soldaten Johann Heinrich Zehnbauer. Das Gruppenfoto, welches ihn und zwei (leider) unbekannte Kameraden zeigt, ziert den Eingangsbereich der Ausstellung. 


Auf zwei weiteren Tafeln wird auch dieses Bild, sowie das Bild, welches ihn auf dem Kutschbock einer Offizierskutsche zeigt, präsentiert. Thema dieser Bilder sind die im Umfeld des Truppenübungsplatzes tätig gewesenen Fotografen.


Im hinteren Teil der Ausstellung wird auf den Lebensweg einzelner Soldaten eingegangen, die auf dem Truppenübungsplatz einst für den Ernstfall vorbereitet wurden. Kurz werden die Erlebnisse aus den Kriegstagen dargestellt. 


Auf der Tafel "Soldaten an die Front" heißt es:
"Nachdem 1914 die Regimenter an die Front verlegt worden waren, kehrte für kurze Zeit Ruhe auf dem Schießplatz ein. Schon bald brachte man erste Gefangene unter, zeitweise wurden auch Truppenteile kaserniert. Neben einer Artillerie-Schieß- und Messschule sowie einer Schallmessschule nahm auch ein Fesselballonkommando hier Quartier. Nachdem immer mehr deutsche Truppen an die Westfront verlegt worden waren, mussten auch neue Soldaten ausgebildet werden und die meisten Kriegsgefangenen wurden nach Limburg verlegt.[...]

Johann Heinrich Zehnbauer (1882-1953) gehörte der Bespannungsabteilung des Fußartillerie-Regiments Nr. 3 aus Mainz an und war 1905 zur Ausbildung auf dem SchießDetail des Foto von 1905, platz Wahn. Während des Ersten Weltkriegs war er an der Somme, in Ypern und in Verdun stationiert und hat alle Schlachten überlebt. [...]".
Näheres zur Ausstellung erfahren Sie unter: www.troisdorf.de.